Die Beleuchtung eines Sehfeldes mit Infrarot-Licht erfordert spezielle Filter, welche den sichtbaren Anteil des Spektrums unterdrücken und idealerweise nur den Infrarotanteil hindurch lassen. Solche Filter arbeiten entweder mit dem Prinzip der Absorption oder mit dem der Interferenz. IR-Filter sind für die SL1 als auch die ML1 verfügbar.

Absorptionsfilter (links im Bild) bestehen aus durchgefärbtem Glas, das Licht erst ab einer bestimmten Wellenlänge hindurch lässt. Interferenzfilter (rechts im Bild) bestehen aus mit Metall bedampftem Glas, wobei die dünnen Metallschichten als selektive Spiegel wirken. Diese reflektieren Teile des Spektrums so in sich selbst zurück, dass sie sich nach der Wellenüberlagerung durch Interferenz auslöschen.

Das folgende Diagramm zeigt je zwei Absorptions- und zwei Interferenzfilter. Dabei reichen die Filterkurven der beiden Absorptionsfilter noch in den sichtbaren Spektralbereich hinein.

Grundsätzlich lassen Absorptionsfilter wegen der geringeren Flankensteilheit und dem „weicheren Übergang“ einen höheren Rotlichtanteil passieren. Durch den Parabolspiegel gebündelt kann er in einem kleinen Abstrahlwinkelbereich auf geringe Distanz als dunkelrotes „Glühen“ wahrnehmbar sein. Dank des höheren Rotlichtanteils der Absorptionsfilter können die  gängigen Nachtsichtgeräte über eine sehr grosse Distanz Objekte erkennen. Bei Interferenzfilter nimmt die Sichtweite etwas ab, das dunkelrote Glühen ist nur auf ganz kurze Distanz erkennbar.

Mit dem Absorptionsfilter AF800 (transparent bei 800nm) können Objekte bis auf eine Distanz von 1500m beleuchtet werden, bis auf 400m Distanz ist in der optischen Achse das dunkelrote Glühen wahrnehmbar.

Ein ausführliche Dokumentation erklärt die technischen und optischen Zusammenhänge welche bei der Wahl von passenden Nachtsichtoptionen berücksichtigt werden müssen. Wir stehen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

Technische Dokumentation Nachtsichtoptionen (5 Seiten A4)

 

 

 

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